Wühlmaus

Die bis 25 cm groß werdenden Wühlmäuse leben mit Ausnahme der Paarungszeit als reviergebundene Einzelgänger. Erfahren Sie mehr über Wühlmaus

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Wühlmäuse

Die auch als Schermaus oder Erdratte bezeichnete Wühlmaus ist ein reiner Pflanzenfresser und kann durch Rhizom-, Knollen und vor allem Wurzelfraß großen Schaden verursachen. Besonders gefährdet sind junge Bäume mit noch nicht voll entwickeltem Wurzelsystem. Da die Tiere keinen Winterschlaf halten, kann der Schaden ganzjährig auftreten, in erster Linie aber im Winter. Insbesondere an der Hauptwurzel sind die rillenartigen Fraßbilder deutlich zu erkennen. Die geschädigten Pflanzen lassen sich leicht aus dem Boden ziehen und können komplett eingehen. Eine Gefährdung geht auch durch die Hügel und eingesunkenen Gangsysteme als Stolperfallen auf Rasen- und Wegeflächen aus. Zusätzliche Gefahr droht durch eine Unterhölung von Terrassen und Mauerwerken.

 

Merkmale:

Aktionsradius: 100 bis 200 m²
Nester: Unterirdisch, rund, ca. 15 cm breit
Futter: Unterirdische Pflanzenteile, wie Wurzeln, Knollen und Blumenzwiebeln
Alter: 1-2 Jahre

 

Vermehrung:

Geschlechtsreife: 1,5 bis 2 Monate
Tragzeit: 20-22 Tage
Jungtiere pro Wurf: 3-14
Würfe pro Jahr: 4 bis 5
Vermehrungspotential: 1000 Tiere/Jahr

 

Gänge:

  • Hochoval (4-6 cm breit und 6-9 cm hoch)
  • Ganglänge bis zu 25 m
  • Ohne Pflanzenwurzeln
  • Nur wenige Seitengänge
  • Pflanzenreste in der Nähe der Gangöffnung

Idealer Test, ob es sich um eine Wühlmauf oder einen Maulwurf handelt: geöffnete Gänge werden innerhalb von Stunden wieder verschlossen - Anzeichen für eine Wühlmaus.

 

Erdhaufen:

  • Haufen werden seitlich vom Gang angelegt, Erde seitlich ausgeworfen
  • Mit Pflanzenresten in den Erdhaufen
  • Grobschollige Erdstruktur in der ausgeworfenen Erde
  • Erdhaufen unauffällig, länglich, flach

 

 

  • Schaden 

Die auch als Schermaus oder Erdratte bezeichnete Wühlmaus ist ein reiner Pflanzenfresser und kann durch Rhizom-, Knollen und vor allem Wurzelfraß großen Schaden verursachen. Besonders gefährdet sind junge Bäume mit noch nicht voll entwickeltem Wurzelsystem. Da die Tiere keinen Winterschlaf halten, kann der Schaden ganzjährig auftreten, in erster Linie aber im Winter. Insbesondere an der Hauptwurzel sind die rillenartigen Fraßbilder deutlich zu erkennen. Die geschädigten Pflanzen lassen sich leicht aus dem Boden ziehen und können komplett eingehen. Eine Gefährdung geht auch durch die Hügel und eingesunkenen Gangsysteme als Stolperfallen auf Rasen-, Wegeflächen, unter Terrassen und an Mauern aus. 

  • Biologie der Wühlmaus 

Die bis 25 cm groß werdenden Wühlmäuse leben mit Ausnahme der Paarungszeit als reviergebundene Einzelgänger. Die Tiere sind tag- und nachtaktiv mit eingeschobenen Ruhephasen. Durch das hohe Vermehrungspotential kann es innerhalb eines Jahres zu Massenvermehrungen kommen. Die bereits nach 10 Wochen geschlechtsreifen Tiere können von März bis Oktober bis zu viermal jährlich jeweils 5 Junge gebären. Die Lebensdauer der Tiere beträgt ca. 2 Jahre. Das Gangsystem kann ähnlich ausgedehnt wie beim Maulwurf sein, wobei das Profil der Gänge mit einer Breite von 5 cm und einer Höhe von 8 cm hochoval ist, mit glatten, festen Wänden und ohne Pflanzenreste. Die Hügel sind kleiner als die der Maulwürfe. Wühlmäuse lassen sich im Spätwinter bis Frühjahr wegen reduziertem Nahrungsangebot am besten vertreiben.