Wespen

Sowohl die Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris) als auch die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) fallen durch ihr aggressives Verhalten auf, insbesondere unter schwülwarmen Witterungsbedingungen und in direkter Nestnähe. Erfahren Sie mehr über Wespen

Schützen

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Die Wespen

sind im Prinzip höchst nützliche Tiere. Sie ernähren sich von anderen Insekten wie Falter und Blattläuse. Darüber hinaus bestäuben sie Blüten und dienen Vögel als Nahrung. Aggressiv werden die Tiere, wenn man sie reizt – oder wenn sie von süßen Speisen angelockt werden. Besondere Vorsicht ist im Spätsommer geboten, wenn sich die Nester auflösen und die noch lebenden Arbeiterinnen auf Nahrungssuche durch die Gegend streunen.

Wespenstichen mit kleinen Tricks vorbeugen:

  • Süße Speisen und Getränke sollte man auf der Terrasse so weit als möglich abdecken, um die Plagegeister gar nicht erst anzulocken. Natürlich ist das nicht immer möglich.
  • Die Wespen vom Esstisch weglocken – beispielsweise mit ein paar Trauben oder anderem süßen Obst einige Meter entfernt. Wenn Familienmitglieder unter einer Allergie leiden ist besondere Vorsicht geboten.
  • Vermeiden Sie in diesem Fall abrupte Bewegungen, um die Wespen nicht zum Stich zu reizen​​​​​

 

  • Der Schaden

Sowohl die Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris) als auch die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) fallen durch ihr aggressives Verhalten auf, insbesondere unter schwülwarmen Witterungsbedingungen und in direkter Nestnähe. Treten die Tiere in größerer Zahl vor allem an Stellen auf, wo süße Nahrungsmittel vorhanden sind, ist die Gefahr von Angriffen mit Stichen sehr groß. Diese Stiche sind sehr schmerzhaft und können für allergisch reagierende Personen gefährlich werden. Beide Arten können zudem Fraßschaden an Obst, süßen Lebensmitteln, aber auch Wurstprodukten verursachen. Eine Schädigung tragender Hölzer und Mauerwerks durch die Anlage von Wespennestern ist ebenfalls möglich.

  • Biologie des Schädlings

Kennzeichnend sowohl für die Gemeine als auch die Deutsche Wespe ist die auffallende gelbschwarze Körperzeichnung und die Einschnürung zwischen Brust und Hinterleib, die so genannte „Wespentaille“.

Eine Unterscheidung beider Arten ist nur anhand der Kopfzeichnung möglich. Die Arbeiterinnen erreichen eine Länge von etwa 2 cm. In Lebensweise und Entwicklung ähneln sich beide Arten. Gemeine und Deutsche Wespe bauen ihre Nester an dunklen Verstecken, z. B. unterirdisch in alten Mausnestern oder in Hohlräumen an und in Gebäuden. Geeignete Standorte sind auch geschützte Plätze wie Dachvorsprünge. Als Nistmaterial werden zerkaute Holzfasern verwendet, wodurch die Nester, die bis 100 cm Durchmesser erreichen können, je nach Holzart eine unterschiedliche Färbung der papierartigen Masse bekommen. Große Nester können von bis zu 7000 Individuen bevölkert sein. Die Larven werden ausschließlich mit fleischlicher Nahrung wie zerkauten Insekten gefüttert, während die erwachsenen Wespen sich von Säften, Früchten und Blüten ernähren.

Im Herbst stoppt die Larvenproduktion, nachdem sich Männchen und paarungsfähige Weibchen entwickelt haben. Kurz darauf findet die Befruchtung statt. Wespenvölker sind einjährig, mit Beginn des Winters sterben die Völker ab, mit Ausnahme der befruchteten Weibchen. Diese überwintern in Verstecken, wie Dachböden etc. und gründen im Frühjahr als Königinnen neue Völker.

 

Die Deutsche und Gemeine Wespe dürfen in Deutschland bekämpft werden. Alle anderen Wespenarten stehen unter Naturschutz. Gegebenenfalls durch einen Imker prüfen lassen, um welche Wespenart es sich handelt.