Ratten

Ratten treten allgegenwärtig in unserem Siedlungsraum auf, wobei die Hausratte (Rattus rattus) von der deutlich größeren Wanderratte (Rattus norvegicus) zu unterscheiden ist. Erfahren Sie mehr über Ratten

 

Ratten

werden nur ungern im Lebensumfeld geduldet. Mit guten Grund empfindet man Abscheu und Ekel vor diesen Tieren, wenn sie sich in Haus, Hof und Garten heimisch fühlen. Teils gefährliche Krankheiten können übertragen werden, sie machen Lebensmittel ungenießbar, beschädigen Gebrauchsgegenstände und greifen sogar bauliche Strukturen an.

Ratten treten allgegenwärtig in unserem Siedlungsraum auf, wobei die Hausratte (Rattus rattus) von der deutlich größeren Wanderratte (Rattus norvegicus) zu unterscheiden ist.

 

  • Die Hausratte

Die Hausratte (Rattus rattus) kommt eher in oberen Gebäudeteilen (Dachstühlen etc.) von Wohn- und Lagerhäusern vor. Ratten verursachen großen Fraßschaden an Lebensmitteln und Vorräten sowie an Futtermitteln und Tiernahrung. Hinzu kommt eine starke Verunreinigung durch Kot, Urin und Haare, wodurch die Produkte nicht mehr nutzbar sind und mit Krankheitserregern verseucht werden.

Ratten sind Überträger gefährlicher und gefürchteter Infektionskrankheiten von Mensch und Tier wie Salmonellen, Typhus, Paratyphus, Enteritis, Shigellenruhr, Pest, Cholera, Weilsche Gelbsucht (Leptospirose), Rattenbissfieber, Tularämie, Tollwut, Hepatitisformen oder Schweinepest.

 

  • Merkmale
Aktionsradius 20 bis 50 Meter
Nester In Speichern, Hohlräumen
von Wänden, auf Bäumen
Futter Allesfresser, 25 g/Tag
Alter 9 bis 18 Monate

 

  • Vermehrung
Geschlechtsreife 3-4 Monate
Tragzeit 20-24 Tage
Jungtiere pro Wurf 7 bis 12
Würfe pro Jahr 2 bis 6
Vermehrungspotential 800 Tiere/Jahr

 

  • Die Wanderratte

Die Wanderratte bevorzugt  Gartenanlagen, Bachufer, aber auch Kanalisationen, ebenerdige Gebäudeteile und Keller. Wanderratten nutzen als sozial hoch organisierte Nagetiere die verschiedensten Nahrungsquellen intelligent und können durch ihre hohe Vermehrungsrate in kurzer Zeit immense Populationen aufbauen.

 

  • Merkmale

Aktionsradius: 50 bis 1500 Meter
Nester: Meist unterirdische Bauten
Futter: Allesfresser, 28 g/Tag
Alter: 6 bis 12 Monate

 

  • Vermehrung
Geschlechtsreife: 3 Monate
Tragzeit: 20-23 Tage
Jungtiere pro Wurf: 7 bis 15
Würfe pro Jahr: Bis zu 6
Vermehrungspotential: 1000 Tiere/Jahr

 

Rattenbefall

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit verbringen die meisten Menschen mehr Zeit in den heimischen vier Wänden. Und nicht selten stellen sie bei dieser Gelegenheit fest, dass ihnen unerwünschte Bewohner Gesellschaft leisten. Da ist vielleicht ein merkwür-diges Trippeln oder Scharren zu hören oder Kabel erweisen. Ein Rattenbefall kann sehr vielseitig sein - auch wenn man die lebenden Ratten nur selten zu Gesicht bekommt. Umso wichtiger ist es, die Hinterlassenschaften und Spuren der Ratten richtig zu deuten, um eine gezielte Bekämpfung einzuleiten.

 

Sichere Anzeichen für einen Rattenbefall

  1. Deutlich sichtbare Rattenspuren, sogenannte Trittsiegel 
  2. Kothaufen (3-8 mm) im ganzen Rattenrevier (Konsistenz: weich und glänzend)  Urin phosphoresziert in ultraviolettem Licht
  3. Nächtliche Geräusche (z.B. leises Scharren)
  4. Nester und Erdbauten
  5. Nagespuren an allen möglichen Materialien

 

Befallsvorbeugung

Sowohl Ratten als auch Mäuse verstehen es meisterhaft, jede noch so kleine Öffnung zu nutzen, um in Häuser einzudringen. Anders als landläufig angenommen, hat ein Ratten- oder Mäusebefall mit mangelnder Hygiene nichts zu tun. Es sind vielmehr die Wärme in den Häusern und die dort lagernden Lebensmittelvorräte, welche die Nager unwiderstehlich anziehen.

Bei entsprechenden Anzeichen, die auf einen Ratten- oder Mäusebefall deuten, sollten umgehend potenzielle Futterquellen verschlossen werden und Gebäude/Wohnungen/Häuser auf mögliche Zugänge untersucht werden, die von den kleinen Nagern ge-nutzt werden könnten. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei  auf Keller, Dachböden, Waschküchen, Garagen oder Vorratsräume gerichtet werden.

Eine nachhaltige Bekämpfung von Ratten bedeutet für Menschen oftmals eine Änderung bestimmter Verhaltensweisen. Insbesondere die unsachgemäße Lagerung und Fehler bei der Entsorgung von Lebensmitteln sind ein gefundenes Fressen für Ratten.

Mit einfachen Maßnahmen kann das Risiko eines Rattenbefalls dagegen schon deutlich verringert werden:

  • Zugänge zum Haus verschließen
  • Versorgungsschächte im  Haus richtig abdichten/ vergittern
  • Ggf. Unterholz und Dickicht als Rückzugsort auslichten
  • Keine Essensreste in die Toilette werfen
  • Müllcontainer dicht verschließen
  • Lagerung von Müll in verschlossenen Räumen
  • Keine gekochten nicht-pflanzlichen Speisereste auf dem Komposthaufen entsorgen
  • Futtermittel für Haustiere unerreichbar für Schadnager lagern
  • Keine Fütterung von Enten, Schwänen und Tauben